Oktober 2012

S.U.N. e.V. kooperiert weiterhin vielfältig für die Energiewende - „Altmaier möge die Energiewende beschleunigen“

 

S.U.N. e.V. macht längst ernst mit der Energiewende „von unten“, die von den Bürgern vor Ort vorangebracht wird. Nachdem die Bundesregierung im Jahr 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukujima den Ausstieg aus der Atomwirtschaft bis 2022 beschlossen hat, werde es immer wichtiger, unterschiedliche Bevölkerungs- und Interessengruppen mitzunehmen, betonte SUN-Vorsitzende Christine Denz bei der Jahreshauptversammlung am 24. 9. 2012 in Mosbach.

Der Rückblick auf 2011 zeigte wiederum das breite SUN-Spektrum auf, auch gerade in fruchtbaren Kooperation mit unterschiedlichen Partnern:  mit Volksbank und Sparkasse vier Vorträge über Photovoltaik; mit der AWN und dem Landratsamt zwei Vorträge über BürgerenergieGenossenschaften; am Energietag Baden-Württemberg die Besichtigung eines Bürger-Windrades in Mudau; “ mit dem BUND, dem NABU und der Energieagentur Neckar-Odenwald die 4. Klimaschutzreihe „Wir MACHEN blau und den das Jahr 2011 abschließenden Höhepunkt mit der KlimaMesse Aglasterhausen in Kooperation mit der Gemeinde und der Grünen Liste Aglasterhausen. Zudem vertrat Christine Denz im Mai 2011 die Region Odenwald als ausgewählte Solar-Botschafterin bei der „Woche der Sonne“ in Berlin. Mit den erwirkten Ergebnissen zeigten sich die Mitglieder sehr zufrieden, ebenso mit der Kassenführung durch Dorothee Roos, der Kassenprüfung durch Barbara Klein und der Schriftführung durch Walter Simon. Als 2. Vorsitzender wurde Florian Dold einstimmig gewählt.

Große Sorgen jedoch äußerten die SUN-Mitglieder in Bezug auf den „Anschlag auf das EEG“ (Christine Denz), der von Wirtschaftsminister Rösler seit Monaten betrieben werde und publizistisch von interessierter Seite unterstützt werde. Notwendig sei, die Energiewende zu beschleunigen, statt sie auszubremsen. Viele der mehr als einen halben Million Arbeitsplätze, besonders im Mittelstand, und die Begrenzung der Erderwärmung und die regionale Wertschöpfung stünden auf dem Spiel. Deshalb forderten die Anwesenden Bundesumweltminister Altmaier auf, sich nachdrücklich gegen Angriffe auf das EEG zu Wehr zu setzen.

Das EEG sei mit Abstand die erfolgreichste Klimaschutzmaßnahme, die wir haben – und damit der Motor der Energiewende. Sinnvoll sei es, das EEG zu optimieren. Vor allem aber sei es wichtig, die Kosten für die Energiewende gerechter zu verteilen und die Ausnahmen für die Industrie auf ein sachlich begründbares Maß zu reduzieren. Die aktuelle Diskussion lenke von den eigentlichen Herausforderungen der Energiewende ab. Der „schlafende Riese Einsparung“ müsse geweckt werden durch Gebäudesanierung, die Senkung des Stromverbrauchs und durch den noch viel zu geringen Einsatz der Erneuerbaren Energien zum Heizen und Kühlen. Geredet werde darüber seit Jahren – jetzt sei endlich Handeln angesagt!

Der Aufruf an Umweltminister Altmaier ist hier nachzulesen

 

Christine Denz, 4. 10. 2012

 

 

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